Neues von Kamboo Project

Liebe Freundinnen und Freunde unserer NGO,

Es hat nun eine kleine Weile keinen Newsletter gegeben, und es ist an der Zeit, wieder einmal über Kamboo Project zu berichten. Denn wir machen praktisch täglich Fortschritte. Natürlich ist unsere Arbeit vor Ort weitergegangen, bestehende Projekte werden weitergeführt, neue sind dazugekommen, und es gibt neue Mitstreiter.

Gütesiegel Beginnen wir einfach am Anfang des Jahres. Seit Januar ist das Kamboo Project von der Zewo zertifiziert. Die Zewo ist die Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Organisationen, die Spenden sammeln. Ist so eine Zertifizierung denn nötig? Wir wissen doch, was wir tun? Die klare Antwort lautet: Natürlich ist eine unabhängige Zertifizierung eine gute Sache. Wir selber bekommen die Bestätigung, dass wir bei der Verwendung unserer Spenden strenge Gütekriterien erfüllen und alles richtig machen. Wer zum ersten Mal von uns hört und sich informieren möchte, kann sicher sein, dass wir transparent wirtschaften und uns regelmässig freiwillig von der Zewo kontrollieren lassen. 21 Standards sind zu erfüllen, nachlesen kann man sie unter zewo.ch. Wir gehören damit ganz offiziell zu den „seriösen Organisationen, die Spenden zweckbestimmt, effizient und wirkungsorientiert einsetzen“.
Neu dabei Auch in Kambodscha hat das Jahr gleich im Februar Neues gebracht. Somalita Keo, 32, hat als Landeschefin die Aufsicht über die laufenden Projekte übernommen. Die Kambodschanerin hat 2010 ihren Bachelor in Business Administration gemacht und 2018 mit einem Master in Accounting and Finance einen zweiten Hochschulabschluss erworben. Somalita hat in den letzten 8 Jahren schon für internationale NGOs gearbeitet und dort vor allem Erfahrungen im Bereich Verwaltung und Finanzen gesammelt. Mit Kamboo Project ist sie schon seit gut zwei Jahren eng verbunden: Nach einem Monat als Teilzeit-Buchhaltungskraft hat sie kurzentschlossen als freiwillige Helferin unbezahlt weiter im Kamboo-Project-Team gearbeitet. Im Februar hat sie grössere Verantwortung übernommen und ist jetzt in ihrer Leitungsfunktion  unter anderem für die finanzielle Seite und die Einhaltung der rechtlichen Anforderungen zuständig. Die Arbeit macht ihr viel Freude. „Ich stehe ganz hinter der Mission von Kamboo Project, und ich möchte dazu beitragen, bessere Bedingungen für schlecht ausgestattete Schulen und Gemeinden zu schaffen und mein Land voranzubringen“, sagt sie selbst. Noch einmal willkommen bei Kamboo Project, Somalita!
Bildung per Fahrrad Aus drei Dörfern der Gemeinde Meanchey kommen die Kinder in die Schule Chear Smon im Bakong Distrikt, etwa 20 Kilometer von Siem Reap. Für einige ist der Schulweg so lang und beschwerlich, dass sie zu viele Unterrichtstage verpasst haben. Für 15 Jungen und 15 Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren ist seit Ende Februar 2019 der Weg um einiges sicherer und schneller geworden: Sie haben nun eigene Fahrräder, die durch Spenden der katholische Kirchengemeinde Oberrieden (Schweiz) angeschafft werden konnten. Ganz wichtig: Die Fahrräder wurden nicht als einmaliges Geschenk an die Schüler gegeben, sondern sie sind Bestandteil eines Vertrags mit den Familien. Die Verpflichtung gibt der Bildung einen anderen Stellenwert im Bewusstsein der Kinder und der Familien, genau wie die monatliche Berichterstattung durch das Kamboo Project-Team. Einen besonderen Dank nach Oberrieden!
E-Learning in Prasat Die Verbesserung der Sprachkompetenz per E-Learning am Computer ist bei uns so selbstverständlich, dass wir gerne vergessen, wie schwer der Zugang dazu in manchen Teilen der Welt ist. Dank einer Sachspende der Stiftung Sportgymnasium Davos stehen im Gymnasium von Prasat im Distrikt Varin seit dem Jahresende 2018 12 Laptops den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Die Rechner bilden den Kern eines Informatik- und Sprachlernlabors. Darauf läuft die Lernsoftware, die von den örtlichen Bildungsbehörden vorgegeben ist. Das ist kein Zufall – Projekte wie die von Kamboo Project können eine weit grössere Wirkung entfalten, wenn sie auf der Zusammenarbeit mit offiziellen und inoffiziellen Stellen und Initiativen vor Ort aufbauen und die im Land geleistete Arbeit anerkennen und ergänzen. Ein willkommener Nebeneffekt: Die Lernenden am Varin Gymnasium sind nun ganz sichtbar mit ihren „Peers“ in Davos verbunden. 562 Mädchen und 245 Jungen und ihre Lehrpersonen wurden seit der Inbetriebnahme in die Benutzung eingewiesen. Sicher wird auch das Englisch der Schülerinnen und Schüler davon profitieren.

Bildungsfortschritt durch Wasser Eine bildungsfreundliche Umgebung besteht nicht nur aus Klassenräumen. Zur Svay Thom Grundschule in Chrai, einem Dorf der Gemeinde Kandaek im Distrikt Prasat Bakong, gehört seit Neuestem ein Wasserturm, der die frisch renovierten Toilettenhäuser mit 22 Toilettenräumen und das gesamte Wassersystem der Schule versorgt. Neben Kamboo Project haben sich Lehrer, Schulausschuss und der Jugend- und Sportbezirk intensiv beteiligt. Die Bau- und Renovierungsarbeiten waren mit den örtlichen Behörden abgestimmt und konnten im März 2019 abgeschlossen werden. Kamboo Project-typisch ist mit dem Abschluss der Arbeiten und der Inbetriebnahme das Projekt nicht beendet. Noch mindestens bis Mitte 2020, vielleicht länger, begleiten wir die Svay Thom Grundschule weiter und helfen, angemessene Hygienepraktiken zu verankern. Zur Zeit finden 743 Jungen und 664 Mädchen, die die Grundschule besuchen, bessere sanitäre Bedingungen und können sich daher besser aufs Lernen konzentrieren.

Beispiele für viele weitere abgeschlossene Projekte finden sich hier: Projektübersicht

Aussichten für 2019 Noch dürfen wir nichts im Detail berichten. Aber soviel sei gesagt: wir freuen uns sehr, dass ein namhaftes Schweizer Unternehmen im Rahmen seines jährlichen Sozialprojektes mit Kamboo Project zusammenarbeitet. Diese beinhaltet umfangreiche Arbeiten an zwei Schulen in der Region Seam Reap für insgesamt mehr als 1500 Schülerinnen und Schülern – ein grosses Projekt für beide Schulen. Die Bauarbeiten und Begleitprogramme sind angelaufen. Wir werden ab November 2019 detailliert berichten.

Wir bleiben uns also treu: Überschaubare Projekte und vergleichsweise kleine Zeitrahmen sind machbar, die Massnahmen sehr konkret und die Wirkung direkt. Besonders freuen wir uns darüber, Mitstreiter und Unterstützerinnen für klar abgegrenzte Projekte zu finden.

In diesem Sinne herzliche Grüsse
Euer Kamboo Project Team

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