Liebe Freunde von Kamboo Project,
wir senden Euch heute einen für uns aussergewöhnlich wichtigen Newsletter, mit dem wir offiziell in eine neue Phase starten.
Seit unserer Gründung als Schweizer Verein im September 2014 arbeiten wir mit einem Team vor Ort rund um Siem Reap in drei Bereichen: Trinkwasser und Sanitärversorgung, nachhaltiges Bauen sowie Bildung. Gemeinsam mit Euch, allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie vielen Partnerinnen und Partnern, und unserem kambodschanischen Team vor Ort haben wir sehr viel erreicht! Mit Spendengeldern der letzten ca. 10 Jahre von gesamthaft ca. USD 1.2 Mio konnten an 35 Schulen, vorwiegend Primarschulen, mehr als 75 Projekte umgesetzt werden. Beinahe 40’000 Schülerinnen und Schüler kamen und kommen in den Genuss einer spürbar verbesserten, weil sichereren, saubereren und nachhaltigeren Lernumgebung. Dies hat einen direkten und messbaren Einfluss auf die Chancengleichheit bei Bildung, was Kinder aus den von uns anvisierten ländlichen Räumen anbelangt. Die Einschulungsraten in den Gemeinde, die an «unsere» Schulen angrenzen, übertreffen die 90%-Marke zum grossen Teil deutlich.
Nun steht ein wichtiger Schritt an: Die dänische NGO BAMBOOS übernimmt Kamboo Project – mit dem kambodschanischen Team, den Projekten und den bisherigen Ergebnissen. Für die Arbeit vor Ort heisst das Kontinuität; für die Wirkung bedeutet es eine breitere Plattform, ein grösseres Netzwerk und weitaus mehr Möglichkeiten für Finanzierung.
Kontinuität mit noch mehr Power
Die Arbeit in Kambodscha läuft ohne Unterbrechung weiter. BAMBOOS übernimmt die Führung des lokalen Teams und der Programme.
Der Schweizer Verein Kamboo Project besteht weiter und sammelt weiterhin Spenden in der Schweiz, mobilisiert Unterstützung und ermöglicht ehrenamtliches Engagement für dieselben Projekte. Nach einer Übergangsphase wird der Verein in BAMBOOS Switzerland umbenannt und unter dem Dach von BAMBOOS weitergeführt.
Interview mit Rasmus Bartholomaeussen, Gründer von BAMBOOS
1. Warum will BAMBOOS Kamboo Project übernehmen?
Rasmus: „Uns hat am meisten beeindruckt, dass Kamboo Project in Kambodscha bereits etwas Starkes und Vertrauenswürdiges aufgebaut hatte: ein erfahrenes Team vor Ort, enge Beziehungen zu Schulen und Gemeinden sowie die nachgewiesene Fähigkeit, Unterstützung in konkrete Ergebnisse umzusetzen. Für uns war das nicht nur eine Gelegenheit, unsere Kapazitäten zu erweitern, sondern auf etwas aufzubauen, das bereits sehr gut funktioniert.“
2. Was ermöglicht dieser Übergang nun?
Rasmus: „Das Wichtigste ist, dass das kambodschanische Team weiterhin voll aktiv bleibt und seine Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzen kann. Bei BAMBOOS verfügen wir über eine breite und professionelle Fundraising-Plattform, dank derer die Arbeit des Teams vor Ort im Laufe der Zeit ausgeweitet werden kann. So können wir insgesamt mehr Ressourcen mobilisieren und die starke lokale Erfahrung mit einer umfassenderen, langfristigen Strategie verbinden.“
3. Was möchtet ihr den Unterstützerinnen und Unterstützern von Kamboo Projects sagen?
Rasmus: „Wir möchten den Freunden von Kamboo Project mitteilen, dass die von ihnen unterstützte Arbeit weitergeführt wird und das lokale Team, das sie mit aufgebaut haben, weiterhin im Mittelpunkt steht. Alles, was in den letzten zehn Jahren ermöglicht wurde, wird nun Teil der Zukunft von BAMBOOS. Wir hoffen, dass uns viele Unterstützerinnen und Unterstützer weiterhin begleiten, während wir diese Arbeit ausbauen.“
Interview mit Thomas Gilbert, dem Vorsitzenden von Kamboo Project
1. Warum wollen wir diesen Schritt gehen?
Thomas: „Wir haben stets versucht, das Beste für die Schulkinder und ihre Familien vor Ort zu erreichen. Kamboo Project wurde als Schweizer Organisation gegründet, die Spenden und ehrenamtliche Arbeit mit einem engagierten Team in Kambodscha verband. Dieses Modell hat es uns in den vergangenen zehn Jahren ermöglicht, viel zu erreichen. Doch der Erfolg unseres Teams in Kambodscha hat auch neue Erwartungen hinsichtlich Umfang, Professionalität und langfristigem Wachstum geweckt. Die Übernahme durch BAMBOOS ist der richtige nächste Schritt, um diese Arbeit zu stärken und unsere Wirkung in Zukunft weiter zu verbessern.“
2. Welche Rolle spielst Du persönlich bei diesem Übergang?
Thomas: „Um zu einem reibungslosen Übergang beizutragen, werde ich im Vorstand von BAMBOOS mitwirken. Das ist wichtig, denn so können wir Beziehungen und Erfahrungen bewahren und sicherstellen, dass die Arbeit, die durch Kamboo Project aufgebaut wurde, weiterhin zielgerichtet und verantwortungsbewusst wächst.“
3. Was bedeutet das nun für Kamboo Project?
Thomas: „Kamboo Projekt in der Schweiz wird fortgesetzt. Was sich ändert, ist, dass wir das kambodschanische Team nicht mehr direkt leiten werden, da diese Verantwortung künftig bei BAMBOOS liegt. Unser Schweizer Verein wird weiterhin Spenden sammeln, Unterstützung mobilisieren und das Engagement von Freiwilligen für ähnliche Projekte ermöglichen. Nach einer Übergangsphase wird Kamboo Project in BAMBOOS Switzerland umbenannt und ist dann Teil einer Dachorganisation. Dies ist also nicht das Ende der Mission, sondern der Beginn der nächsten Etappe.“
Rückblick und Ausblick
Zehn Jahre Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Eltern, Kindern und Gemeinschaften in Kambodscha zeigen, was möglich wird, wenn lokales Wissen und internationale Solidarität zusammenwirken. Allen, die Kamboo Project durch Spenden, ehrenamtliches Engagement und Partnerschaften getragen haben, gilt unser tief empfundener Dank.
Mit BAMBOOS geht diese Arbeit auf einer stärkeren Plattform in ihre nächste Phase – und der Schweizer Teil bleibt aktiv, auch nachdem er zu BAMBOOS Switzerland wird.
An dieser Stelle ganz herzlichen Dank, dass Ihr Teil dieser Geschichte wart und seid und dazu beitragt, diese Arbeit in ihr nächstes Kapitel zu führen. Wir sind überzeugt, dass wir so noch wesentlich mehr Impact für Schulkinder und Familien in Kambodscha erreichen können.
Bei Fragen zu diesem wichtigen Schritt könnt Ihr direkt unseren Thomas Gilbert anschreiben: thomas@kamboo-project.ngo
Herzlich,
Euer Kamboo Project Team